Schaumkronen und Wellentäler.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Größter Erfolg

Olympia 2010

Stellt man einer Sportlerin von Weltklasseformat die Frage nach ihrem größten Erfolg, so ist die Antwort in der Regel mit Großereignissen wie Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften verbunden. Stellt man einer wie Andrea Fischbacher diese Frage, die immer schon das Ziel hatte, Skirennläuferin zu werden und die als ihre Vorbilder Uli Maier oder Renate Götschl nennt, liegt die Antwort auf der Hand: Olympische Winterspiele 2010 in Vancouver (CAN), Gold im Super-G vor Tina Maze (SLO) und Lindsey Vonn (USA).

 

Die Zieldurchfahrt empfindet sie nach wie vor als Highlight der ganz besonderen Art. »Ich habe abgeschwungen, die 1 aufleuchten sehen und gedacht: Wer ist jetzt Erste? Ich oder …?« Ganze drei Mal drehte sie sich um, erst dann wollte sie wahrhaben, dass sie vorne ist.

 

Dabei hatte die große Favoritin Lindsey Vonn nach einer scheinbar perfekten Fahrt bereits im Ziel abgeschwungen.

 

Doch Siege schmecken erst dann richtig süß, wenn man auch den bitteren Beigeschmack von Enttäuschungen kennengelernt hat.

 

Bittere Momente

Olympia 2010

 

Nur drei Tage vor ihrem großen Auftritt auf der Olympiabühne verpasst sie in der Abfahrt um drei Hundertstelsekunden Bronze. Vier Tage später muss »Goldfischi« beim olympischen Riesentorlauf in Whistler zusehen.

 

Olympische Winterspiele

Olympia 2006 Turin (ITA)

13. Rang Super-G

 

Olympia 2010 Vancouver (CAN)

4. Rang Abfahrt

1. Rang Super-G (Gold-Medaille)

 

Schaumkronen und Wellentäler 2007

Auch die Nicht-Nominierung für den Super-G bei der WM 2007 in Are (NOR) zählt nicht gerade zu den Ereignissen, an die sich Andrea gerne erinnert. Doch unmittelbar danach revanchiert sie sich bei Ihren Trainern auf ihre ganz persönliche Art und fährt – trotz einer durchwachsenen Saison – beim Super-G von Lenzerheide (SUI) mit dem 2. Platz ihren insgesamt dritten Podestplatz bei einem Weltcuprennen ein.

 

WM-Bronze

in Val d'Isere 2009

Zwei Jahre, einen Weltcupsieg und einen dritten Platz beim RTL in Sölden später, den sie übrigens auf ihrer persönlichen Emotionsskala ganz weit oben stehen hat, holt sie ihre erste Medaille bei einem Großereignis der »Großen« (nach zwei Weltmeistertiteln im Super-G bei den Juniorinnen 2004 und 2005): WM-Bronze beim Super-G in Val d'Isere, hinter Lindsey Vonn (USA) und Marie Marchand-Arvier (FRA).

 

FIS Alpine Ski Weltmeisterschaften

WM 2005 – Santa Catarina (ITA)

7. Rang Super-G

 

WM 2009 – Val d'Isere (FRA)

3. Rang Super-G (Bronze-Medaille)

7. Rang Abfahrt

24. Rang Riesentorlauf

 

WM 2011 – Garmisch-Partenkirchen (GER)

9. Rang Abfahrt

25. Rang Riesentorlauf

 

Weltcup-Debut

Ihr erstes Weltcuprennen bestreitet Andrea als frischgebackene Junioren Weltmeisterin am 11. März 2004 beim Weltcupfinale in Sestriere (ITA) im Super-G. Nach einer super Zwischenzeit scheidet der damals 19-jährige Jungspund aus.

 

Erste Top-Ten Platzierung

Ein Jahr später gewinnt Sie die Europacup Gesamtwertung, wiederholt ihren Sieg im Super-G bei der Junioren-WM vom Vorjahr, fährt beim Weltcup Super-G in Cortina d'Ampezzo (ITA) mit Rang 8 ihre erste Top-Ten-Platzierung ein und lässt bei der Alpinen Ski-WM in Santa Catarina (ITA) mit Rang 7 (beste Österreicherin) keinen Zweifel daran, dass mit ihr auch in Zukunft zu rechnen sein wird.

 

Erste Podestplätze im Weltcup

Einmal die dünne Luft ganz oben geschnuppert, findet sie Gefallen daran und legt in der Saison 2005/06 gleich einmal nach: Rang 5 beim Weltcup-Auftakt in Sölden (RTL) und die ersten Podestplätze im Super-G (Rang 2 in Lake Louise, CAN und Rang 3 in Aspen, USA) bestätigen eindrucksvoll ihr Potential.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer Andrea kennt weiß, dass sie mehr will. Doch wie heißt es so treffend: Es ist leichter, an die Spitze zu gelangen, als sich an ihr zu behaupten. Eine eher durchwachsene Weltcup-Saison ist die Folge. Lichter wechseln mit Schatten mindestens genauso schnell, wie im Alpinen Skirennsport Tore aufeinander folgen. In den ersten sieben Rennen der neuen Saison erreicht sie zwei Mal Rang 5 und fünf Mal nicht das Ziel. Erst das Weltcup-Finale der Saison 2006/07 bringt mit einem 2. Platz beim Super-G in Lenzerheide (SUI) einen versöhnlichen Ausklang.

 

 

 

 

Erster Weltcupsieg Super-G

Eine Saison (2007/08) später – ähnliches Bild. Aber Andrea beweist Kampfgeist und Durchhaltevermögen. Und endlich – in Sestriere (ITA), genau an dem Ort, wo sie vier Jahre zuvor ihr Debut feierte, gelingt ihr der erste Weltcupsieg. Natürlich im Super-G.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erster Weltcupsieg Abfahrt

Ab 2008/09 konzentriert sich Andrea wieder ausschließlich auf ihre Stärken – auf die schnellen Disziplinen. Ihre Formkurve gewinnt an Stabilität, Top-Ten-Platzierung bilden die Regel, nicht mehr die Ausnahme. Fünf Mal klettert sie in dieser Saison auf's Podest. Einmal auf das Treppchen mit der Zahl 3 bei der WM im Super-G in Val d'Isere, einmal nach ganz oben auf die 1 bei ihrem ersten Sieg in einer Weltcup Abfahrt, nämlich der in Bansko (BUL) und auf die 2 eben dort in der ersten Abfahrt, beim Super-G in Lake Louise (CAN) auf die 2 sowie gleich zu Saisonbeginn beim RTL in Sölden auf die 3. Die Folge sind Spitzenrankings in der Weltcup-Gesamt- und der Weltcup Abfahrts-Wertung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

St. Moritz – Mrs. Vonn ist gewarnt

In der Olympiasaison weißt vorerst nicht viel auf das goldene Highlight im Februar hin. Andrea kämpft in der Vorbereitung mit Verletzungen, sie beginnt erst spät mit dem Schneetraining. Das Zusammenspiel von Athletin und Material funktioniert nicht wunschgemäß. Noch nicht. Eine einzige Top-Ten-Platzierung bis zum Jahreswechsel steht zu Buche, bevor sich das Blatt endlich wendet. Im Jänner folgen die lang ersehnten Spitzen-Platzierungen, die mit einem 2. Platz in St. Moritz (SUI) hinter Lindsey Vonn (USA), beim letzten Super-G vor den Olympischen Spielen, ihren Höhepunkt erfahren. Dann kommt Vancouver und der Rest ist Geschichte. So, wie der Crash im letzten Saison-Rennen, dem Super-G in Garmisch-Partenkirchen … No risk, no fun!

 

Weltcup Rankings

Weltcup 2008/2009

10. Rang Weltcup-Gesamt-Wertung

8. Rang Weltcup-Super-G-Wertung

2. Rang Weltcup-Abfahrts-Wertung

14. Rang Weltcup-Riesentorlauf-Wertung

20. Rang Weltcup-Superkombi-Wertung

 

Weltcup 2009/2010

10. Rang Weltcup-Gesamt-Wertung

5. Rang Weltcup-Super-G-Wertung

15. Rang Weltcup-Abfahrts-Wertung

17. Rang Weltcup-Riesentorlauf-Wertung

20. Rang Weltcup-Superkombi-Wertung

 

Weltcup 2010/2011

14. Rang Weltcup-Gesamt-Wertung

13. Rang Weltcup-Super-G Wertung

11. Rang Weltcup-Abfahrts-Wertung

13. Rang Weltcup-Riesentorlauf-Wertung

15. Rang Weltcup-Superkombi-Wertung

 

 

Olympia 2010/Super-G – T. Maze, A. Fischbacher, L. Vonn
Olympia 2010/Super-G – Der Moment des Sieges
Olympia 2010/Super-G – Ab sofort offiziell »Goldfischi«
Olympia 2010/Abfahrt – Um drei Hundertstel an Bronze vorbei
WC 2006/07, Lenzerheide/Super-G – Revanche mit einem super Finale
WC 2008/09, Sölden/RTL – Emotionales Highlight für Zetti (1.) und Fischi (3.)
WM 2009/Super-G – So fühlt sich Bronze an. Andrea mit H. Mandl und R. Tatschl
WM 2011/Super-G – Glück im Unglück nach spektakulärem Crash
WM 2011/Pressekonferenz – Jetzt erst recht: Andrea startet in der Abfahrt